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Ganz tolles kann passieren

Ihr habt erlebt, wie es gehen kann, aus einer Kinderidee richtigen Jobs Akademiker zu finden. Nun hatte ich selbst Verantwortung zu tragen. Viel Geld wurde investiert, in die Entwicklung eines Produktes und vielleicht in den Sand gesetzt, weil es keiner wollte. Ein Unternehmen kann dabei Pleite gehen. Kann eine Zielgruppe für etwas, dass sie nicht kennt und bisher auch nicht vermisst hatte, gewonnen werden? Oder kann eine ganz andere Zielgruppe gewonnen werden für etwas, dass eigentlich zunächst für andere bestimmt war? Wenn man den Nerv der Zielgruppe trifft und durch die richtige Ansprache das Interesse weckt, ist viel möglich. Wenn dann Werbung im Fernsehen kommt, von einer Sache, an deren Entwicklung man beteiligt war, kommt ein wenig Stolz auf. Aber in gewisser Weise ist natürlich auch das Werbefernsehen ein Risiko, denn das kostet natürlich erst mal richtig Geld und wenn dann die Begeisterung bei den potentiellen Kunden nicht entfacht wird, kann es eng werden, mit der eigenen Karriere. Welche Art von Bedürfnissen könnte es geben, die bisher noch nicht befriedigt wurden, weil sie keiner kannte und damit auch nicht vermisst hatte? Mein Betrieb hatte bisher unter anderem Fortbewegungsmittel für Kinder produziert. Kein Renner und eine eher überschaubare Produktmenge, die bei den Geburtenraten kaum zu steigern war. Gesetzt den Fall, eines dieser Fortbewegungsmittel, würde durch einen bekannten Künstler, in aller Öffentlichkeit und ganz natürlich benutzt und eine Kamera wäre rein zufällig dabei, könnte da ein neues Bedürfnis entstehen? Es wäre schick, auch so durch die Stadt zu brausen wie eben jener Bekannte! Das war eher verrückt – aber im Abendprogramm eines Regionalsenders war es der Hingucker und am nächsten Tage läuteten die Telefone in unserer Firma.

1 Kommentar 23.11.11 09:29, kommentieren

Werbung


Berufsziele

Wie ich zu meinem Berufsziel kam, hatte ich schon berichtet. Nun also begann des Ernstes erste Station – das Studium. Über das Studium direkt gibt es aber nicht viel, das einen Außenstehenden sehr interessieren könnte. Nur eines war mir bald klar, um Jobs Akademiker in dieser Branche zu bekommen, der auch den notwendigen Spaß an der Arbeit bringen würde, musste sich der Mensch selbst kümmern. Also Praktikum in verschiedenen Unternehmen absolviert, mit vielen nicht immer interessanten Erfahrungen. Es gibt durchaus Unternehmen, die ihren Platz auf dem Markt selbst bestimmen wollten und eigene Ideen dazu hatten. Andere wiederum kümmerten sich nicht selbst, sondern ließen das andere machen – aber die wussten eigentlich nicht immer, warum und wofür etwas entwickelt wurde und was es auf dem Feld der Bedürfnisbefriedigung bringen sollte. Aber, spannend war es schon für mich, zu sehen, wie eigene Ideen und wenn sie noch so klein sind, auf dem Markt Ergebnisse bringen. Marketing, als der Bereich, der zunächst mal versucht, den Menschen über Werbung die eigenen Produkte schmackhaft zu machen, schien doch interessant zu werden. Noch interessanter waren Versuche, Bedürfnisse in Menschen zu wecken, die vorher gar nicht vorhanden waren. Solche Bedürfnisse können eine Marktlücke füllen. Ich sah jetzt ziemlich klar, wo ich für den Anfang meiner beruflichen Karriere etwas bewegen können würde. Im Ergebnis meines letztlich mit einem akademischen Grad (daher der Name „Akademiker&ldquo beendeten Studiums musste ich nicht Klinken putzen gehen, um einen Job zu bekommen. Als Marketingleiter eines mittelständischen Unternehmens sollte ich frischen Wind, in verstaubte Lagerbestände bringen. War ich also angekommen?

18.11.11 15:55, kommentieren

In welche Richtung?

Akademiker geltend landläufig als Langweiler und Weißkittel – dass dem nicht so ist, will ich Euch jetzt mal mit meinen eigenen Erlebnissen beweisen. Begonnen hat das alles ja schon, als ich noch nicht mal in der Schule war. Ich wollte schon immer Akademiker werden – warum? Vielleicht war der Name so geheimnisvoll! Dann, in der Schule wurde ich damit konfrontiert, dass ich sehr gute Noten haben müsste, um eine der Akademikerlaufbahnen einschlagen zu können. Da wurde mir zum ersten Mal klar, dass Akademiker kein eigentlicher Beruf sondern mehr ein Überbegriff sein musste. Spannend blieb das trotzdem – also möglichst gut sein, bei all den Dingen, die Noten bringen und versuchen, selbst etwas davon zu haben – auch für später. Das Abitur rückt näher und damit die entscheidende Frage, in welche Richtung es gehen soll. Werbung hatte mir immer schon gefallen, sie war knallig bunt und es gab meist Schnäppchen darin zu entdecken – und außerdem – alles war so klar und einfach. Also etwas mit Werbung. Marketing hieß das zugehörige Fremdwort. Darunter verstand ich zwar nicht so viel - die Lehrermeinung dagegen zunächst war, unter anderem, Waren und Dienstleistungen auf dem Markt wirksam einsetzen. Das sollte spannend sein? Später kamen dann Befriedigung bekannter Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden hinzu. Modern umfasst Marketing auch die Beschaffung, Produktion und alles drum herum. Natürlich war ich von diesen theoretischen  Definitionen enttäuscht. Aber die Erkenntnis von Goethe, dass alle Theorie grau und grün das eigentliche Leben sei, ließ mich hoffen. Ein erstes Praktikum in den Ferien bei einer sogenannten Marketingagentur brachte vorsichtige Hoffnung, dass es doch interessant werden könnte mit dem von mir geplanten Jobs Akademiker.

1 Kommentar 9.11.11 09:27, kommentieren